Hilfe bei Hundeproblemen

17. Januar 2022 | Wissen

Manchmal wird das Leben von Mensch und Hund auf die Probe gestellt. Probleme wie ständiges Bellen, Trennungsangst, Anspringen oder gar Aggressionen können für ein Ungleichgewicht in der Beziehung zum Tier führen und den Alltag belasten. Um das Leben mit seinem Vierbeiner wieder unbeschwert genießen zu können, ist oft professionelle Hilfe erfoderlich. In diesem Artikel bekommen Sie einen Überblick über den Schweregrad von Verhaltensauffälligkeiten und wie der erste Schritt in Richtung Besserung aussehen kann.

Was sind Verhaltensprobleme?

Verhalten ist die Antwort auf die Gesamtheit aller Reize, die auf den Hund einwirken. Wenn der Organismus durch den Einfluss von Reizen einer zu hohen Stressbelastung nicht standhalten kann, äussert sich dies in Verhaltensauffälligkeiten, die aus fachlicher Sicht in drei Stufen eingeteilt werden:

 

1. Unerwünschtes Verhalten

Der Hund verhält sich normal, jedoch nicht so, wie der Mensch es sich wünscht oder von ihm erwartet.

Beispiele: An der Leine ziehen, Häufiges Bellen, Jagdverhalten, Anspringen, Bellen, Wälzen in üblen Gerüchen, Kotfressen, Hört nicht auf Kommandos etc.

 

2. Problemverhalten

Diese Verhaltensauffälligkeiten sind nicht nur „unerwünscht“ sind, sie beschaffen dem Hund ein Leiden. Dieses kann emotionalen (z.B. Ängste) oder körperlichen Ursachen zugrunde liegen (z.B. Reaktion auf Schmerzen).

Beispiele: Angst vor Geräuschen, Trennungsangst, bestimmte Formen von Aggression, Unsauberkeit etc.

 

3. Verhaltensstörung

Hierbei handelt es sich um abnorme Verhaltensweisen. Das bedeutet, die Mehrzahl aller Hunde würde in einer gleichen Situation dieses Verhalten nicht zeigen. Verhaltensstörungen werden grundsätzlich als krankhaft klassifiziert.

Beispiele: Sich längere Zeit wiederholt im Kreis drehen, sich selbst Wunden zufügen etc.

Die Motivation, Gegenstände zu zerstören kann vielfältig sein. Stressabbau oder selbstbelohnendes Verhalten sind mögliche Gründe.

Foto: maximilian_100 / AdobeStock

Was Sie tun können

Bei leichten Verhaltensauffälligkeiten hilft meist schon eine gute Hundeschule. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Trainingsmethoden vollständig gewaltfrei sind. Das ist sehr wichtig, denn eine Lösung der Verhaltensauffälligkeiten ist umso wahrscheinlicher, wenn ein Hund eine positive Lösungsstrategie für eine entsprechende Situation lernt.

Sind die Probleme schon so festgefahren, dass ein einfaches Training nicht hilft, sollten Sie sich an einen professionellen Tiertherapeuten oder Verhaltensberater wenden. Schritt für Schritt unterstützt er Sie dabei, ein individuelles Training aufzubauen um das Problemverhalten Ihres Hundes gezielt zu mindern. Bei Bedarf wird dieser mit einem Tierarzt oder Facharzt für Verhaltenstherapie oder Neurolgie in Rücksprache stehen. Dies kann etwas Zeit, Mühe und Geld kosten, jedoch vor schweren Verläufen bewahren und stattdessen zu einem schöneren Miteinander führen.

 

Verhaltensberatung via Zoom oder WhatsApp

Um ein Verständnis für komplexe Probleme zu gewinnen, ist es ratsam, sich eine professionelle Meinung einzuholen. Der schnellste und einfachste Weg ist die Online-Beratung mit einem Hundeerzieher und Verhaltensberater. In einer Sprechstunde können mittels gezielter Fragestellung und Videoanalyse Einschätzungen vorgenommen, sowie Traininings- oder Therpiepläne empfohlen werden. Die Online-Beratung dient einer ersten Orientierung und der Umsetzung leicht umsetzbarer Lösungsansätze. Sie ersetzt zwar nicht das Training vor Ort, welches durch einen erfahrenen Trainer durchgeführt werden sollte, ist jedoch ein sinnvoller erster Schritt, um das Problemverhalten Ihres Hundes anzugehen.

Hundetrainer mit seinem Hund

Robert Rößler

Mensch-Hund-Coach aus Berlin.

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